Liebe in Acryl

Auch in ihren Skulpturen, in den liegenden, den wartenden, weißen Gestalten geht es um Werden und Vergehen, um Liebe und ihre Verletzlichkeit. Es geht um Berührungen der Seelen und wenn nach der Ausstellung auf dem Rittergut am Rande der Zivilisation, die Besucher Rührung empfinden und Erwartung beim Anblick der zwei sich umarmenden Wesen, die aus Draht, Stahl und Seidenpapier zu einer Skulptur geworden sind, dann kehrt in Minu Ghedina für einen Augenblick Erfüllung ein. Eine Stille, die nicht zu den filigranen Seidenpapierkleidern aus Luft passt, die so zerbrechlich wirken, wie sie da im Raum schweben. Sie scheinen sich noch vor dem ersten Windhauch bewegen zu wollen, sich mit einem Körper vereinen zu wollen und doch bleiben sie gestaltlos wie eine Idee, wie die Liebe selbst in ihren Bildern, Radierungen und Objekten.

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